Aimé-Jipsy Mikona

Aimé-Jipsy Mikona, geboren am 16. August 1993 in Bad-Kreuznach, hatte eine im wahrsten Sinn des Wortes bewegte Jugend. Seit er auf der Welt ist, ist die Familie Mikona, die aus der Demokratischen Republik Kongo stammen, mehrfach umgezogen.

Aimé-Jipsy, der jüngste von neun Kindern, hat deshalb häufig die Schule wechseln müssen. Als Schülersprecher der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Worms war er mit anderen Schülervertretungen auf Einladung eines damaligen Bundestagsabgeordneten in Berlin. Einige der Jugendliche, die er kannte, waren Mitglieder des Jugendparlaments. Interesse für das Jugendparlament bekam Aimé-Jipsy bei der Wahl 2012 und wurde zu seiner Überraschung in dieses 15 köpfige Gremium gewählt.

Aimé-Jipsy findet. „Rassismus ist eine Sache deiner Einstellung. Versetze dich in die Situation des Anderen und lerne den Menschen kennen.“ Obwohl er in Deutschland geboren ist und zu Hause meistens deutsch gesprochen wurde, manchmal auch Französisch oder Lingala, die Muttersprache seiner Eltern, habe er sich früher oft fremd gefühlt. Das hing mit seiner Hautfarbe zusammen, denkt er. „Heute prallt das an mir ab. Ich beschäftigte mich nicht mehr mit Dingen, die ich nicht ändern kann. Ich möchte Fortschritte machen, ich will etwas bewegen, es macht mir Spaß, meine Potenziale zu nutzen.“

„Mit den Füßen auf dem Boden, mit dem Kopf in der Vision,
mit den Händen an den Werkzeugen, mit dem Herzen bei den Menschen.“